GESCHICHTE-VORSTAND-SATZUNG

 Satzung neue Version 12- 2016
Geschichte des SAV – Hodenhagen:

Das Jahr 1936 war nicht nur das Gründungsjahr unseres Angelvereins. Auch Hodenhagen entstand in diesem Jahr. Auf Erlass des Oberpräsidenten von Hannover wurde aus den bis dahin selbständigen Gemeinden Riethagen, Hudemühlen-Flecken und Hudemühlen-Burg die Gemeinde Hodenhagen gebildet.

Sie liegt im Heide-Landkreis Soltau-Fallingbostel ca. 11 km südlich der Vogelparkstadt Walsrode. Hodenhagen gehört seit 1974 als Mitgliedsgemeinde wie die Gemeinden Eickeloh, Hademstorf, Ahlden und Grethem zur Samtgemeinde Ahlden mit Sitz in Hodenhagen.Im Jahr 1974 öffnete auch der Serengeti-Park seine Tore und machte Hodenhagen bis über die Grenzen bekannt. Die ersten Jahre des Vereins und seine Entwicklung.

Das Jahr 1936 war schon ein ereignisvolles Jahr:

  • Die olympischen Sommerspiele werden in Berlin eröffnet
  • General Franco übernimmt in Spanien die Macht
  • Der Mercedes Benz 260D das erste Dieselfahrzeug geht in Serie
  • Das Buch  „Vom Winde verweht“ erscheint
  • Der Oberpräsident von Hannover bildet aus den 3 Gemeinden Hudemühlen(Flecken), Hudemühlen Burg und der Gemeinde Riethagen per Erlass die Gemeinde Hodenhagen

Für uns heute aber das wichtigste Ereignis: 12 Männer finden sich in diesem Jahr zusammen und gründen den Sportanglerverein Hodenhagen.

Der 1. Vorsitzende im wahren Sinne dieses Wortes wurde Carl Helberg, der Sohn des Schuhmachermeisters und Mitbegründers des SAV Carl Helberg.

2. Vorsitzender wurde Carl Plesse, Schriftführer Helmut Martens und Kassenführer Heinrich Koch junior.

Das Eintrittsgeld in den Verein wurde auf 50 Pfennige festgelegt und der Beitrag auf 6 Reichsmark.

Den damaligen Anglern standen fischreiche Gewässer zur Verfügung. Mit einfachsten Angeln, zumeist Weidenruten mit gewachster Schnur und groben Haken stellte man den Schuppenträgern nach und wurde für lange Fußmärsche mit reicher Beute entlohnt.

Reiche Beute, obwohl auch schon in dieser Zeit der Mensch derart in die Natur eingriff, dass die Fischer einen Rückgang der Fische beklagten.

So wurde in dieser Zeit die Meiße begradigt und die Ufer der Aller vieler Buhnen beraubt und ihre Ufer mit Steinen befestigt.

Die Angler vermerkten in den folgenden Jahren einen Rückgang der Fische.

Damals wie heute muss ein Verein, der auf der Suche nach neuen Mitgliedern ist, für sich werben.

Wo heute überwiegend aus der Jugend Mitglieder gewonnen werden, hat man zur Gründungszeit ganz andere Wege beschritten, um auf sich aufmerksam zu machen.

So ist in der Chronik beschrieben, dass der Verein vom Berufsfischer Buschmann einen besonderen Fisch erwarb, der diesem in seinem Marklendorfer Gewässer ins Netz gegangen war. Ein Hecht von 24 Pfund!

Im Vereinslokal Dröscher wurde dieser in gemütlicher Runde gemeinsam verzehrt.

Ob es der Hecht war oder die Mitglieder, die über ihre Fänge berichteten und so bei anderen Angelbegeisterten das Interesse an den Hodenhagener Gewässern weckten, ist nicht mehr bekannt – aber der Verein wuchs.

Mit den 12 bis 15 Jahreserlaubnisscheinen, die der Berufsfischer Buschmann ausstellen durfte, kam man nicht mehr aus. Kosten für die Erlaubnis 20,– Reichsmark.

Das klingt günstig, der Durchschnittslohn eines Arbeiters betrug damals aber rund 1800 Reichsmark.

Nicht im Monat – im Jahr!

12 bis 15 Erlaubnisscheine waren also für den wachsenden Verein zu wenig und so suchte man nach der Möglichkeit ein Gewässer zu pachten.

Die Suche nach einem Pachtgewässer auf der Ahldener Seite, war trotz Unterstützung des Oberregierungsrates Carl Dannenberg nicht erfolgreich.

Carl Dannenberg war zu dieser Zeit der Oberbezirksführer des Verbandes Deutscher Sportfischer Oberbezirk Hannover, dessen Mitglied der SAV Hodenhagen im Jahr 1938 wurde, und stammte hier vom Hellberg!

Mit Ausbruch des 2. Weltkrieges kam dann das Vereinsleben zum Erliegen. Der 1. Vorsitzende erledigte in den folgenden Jahren alle Angelegenheiten des Vereins.

Erst 1949 fand wieder eine Versammlung der Angler statt, in dessen Verlauf Neuwahlen stattfanden.

1. Vorsitzender wurde Friedel Bade

Schriftführer Carl Plesse

Kassierer Karl-Heinz Helberg

1953

Erste Pachtverträge mit Berufsfischer Wilhelm Buschmann über Wiehezug und Alte Leine Kuhlen bis Grethem (Pacht: 100.- DM jährlich) entspannten deutlich die Lage des Vereins. Jeder der Angeln mochte, fand fortan auch seinen Platz.

1953 wurde auch der Vorstand erweitert:

1.Vorsitzender Friedel Bade, 2.Vorsitzender Hermann Richter,

Schriftführer Carl Plesse, 2. Schriftführer Richard Heipp,

Kassierer KH Helberg, 2. Kassierer Carl Helberg.

Der Vorsitzende Friedel Bade behielt den Posten bis 1960, 1961 wurde Hermann Richter Vorsitzender, allerdings trat er bereits nach 1 Jahr von seinem Amt zurück, da er im neu gegründeten Ahldener Angelverein Vorsitzender wurde. Für ihn wurde Rudolf Goroncy gewählt und leitete den Verein von 1962  bis 1976.

Egon Kraft, von 1976 bis 1978

Rudolf Goroncy von 1978 bis 1979

Werner Liedtke, folgte von 1980 bis 1987

Norbert Skoruppa von 1988 bis 1998

1999 bis 2009 übernahm Manfred Wolff den Vorsitz.

Von 2010 bis 2016 Heinz-Günter Klöpper als 1.Vorsitzender.

Ab 2017 übernahm Norbert Singpiel nach dem plötzlichen Tod von Heinz Günter den Posten des 1. Vorsitzenden.

1955 konnte der SAV einen Pachtvertrag mit Berufsfischer Wilhelm Buschmann für Allerstrecke schließen (Pacht: 210.- DM jährl.)

1961 folgte die Pacht der Mühlenmeisse und des Teiches an der Fischerhütte (Pacht: 80.-DM jährl.)

Zentrales Thema für den Vorstand in den fünfziger Jahren war die Suche nach geeigneten Pachtgewässern.

Die steigende Zahl von Anglern übte hier sicher Druck aus, heute fischen unsere Mitglieder an der Aller von Eickeloh bis zur Allerbrücke zwischen Hodenhagen und Ahlden, in der Meiße, der Alten Leine, dem Badeteich, dem Kiessee an der Bahn und dem Teich am Flugplatz.